ArcelorMittal S.A. ist ein multinationaler Stahl- und Bergbaukonzern mit Hauptsitz in Luxemburg, der 2006 durch die Fusion des europäischen Stahlherstellers Arcelor und des indischen Unternehmens Mittal Steel gegründet wurde. Als zweitgrößter Stahlhersteller der Welt nach dem chinesischen Baowu ist das Unternehmen in über 60 Ländern tätig, beschäftigt rund 125.554 Mitarbeiter und unterhält große Stahlproduktionsanlagen in 14 Ländern. Das Unternehmen ist an der New Yorker Börse unter dem Tickersymbol MT sowie an der Euronext notiert.
Kerngeschäft
Das Kerngeschäft von ArcelorMittal konzentriert sich auf Baustahl, darunter Träger, H-Profile, Bewehrungsstahl und hochfeste Bauplatten – Materialien, die bei bedeutenden Projekten wie dem Wiederaufbau des One World Trade Center zum Einsatz kamen. Das Unternehmen bedient zudem den Sektor der erneuerbaren Energien mit seinem patentierten Magnelis®-Zink-Aluminium-Magnesium-beschichteten Stahl, der weltweit zum Branchenstandard für Solarmontagesysteme geworden ist. Im Gesamtjahr 2025 produzierte das Unternehmen 55,6 Millionen Tonnen Rohstahl und 48,8 Millionen Tonnen Eisenerz, wobei letzteres einen Anstieg von 15,1 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete.
Weitere Geschäftsbereiche umfassen die kundenspezifische Metallverarbeitung für Brücken und erdbebensichere Anwendungen, bei der das Unternehmen fortschrittliche Ingenieurskapazitäten für kritische Infrastrukturprojekte nutzt. ArcelorMittal hat zudem eine bedeutende Präsenz im Bereich umweltfreundlicher Baustoffe mit seinem XCarb®-Zertifizierungsprogramm für kohlenstoffarmen Stahl aufgebaut und positioniert sich damit, um die wachsende Nachfrage nach nachhaltigen Baulösungen auf den globalen Märkten zu bedienen.
Globale Präsenz
Das Unternehmen hält einen dominanten Marktanteil in Europa und verfügt über eine erhebliche Preissetzungsmacht bei hochwertigem Automobilblech und Spezialbaustahl. Mit Produktionsstätten in 14 Ländern und Geschäftstätigkeiten in über 60 Nationen hat ArcelorMittal eine umfangreiche globale Präsenz aufgebaut, die es ihm ermöglicht, Kunden in verschiedenen regionalen Märkten zu bedienen. In den USA schloss das Unternehmen die vollständige Übernahme von AM/NS Calvert ab und stärkte damit seine nordamerikanische Plattform weiter.
Wichtigste Stärken
Die Wettbewerbsposition von ArcelorMittal beruht auf einer außergewöhnlichen vertikalen Integration, wobei die Eigenversorgung mit Eisenerz 72 % erreicht und die weltweiten Reserven 370 Millionen Tonnen betragen – was erhebliche Kostenvorteile und Versorgungssicherheit bietet. Das Unternehmen verfügt über eine starke Markenbekanntheit und technologische Führerschaft, die in margenstarken Spezialsegmenten erhebliche Eintrittsbarrieren schaffen. Mit verbesserten Bonitätsbewertungen von Moody's und S&P, einer gesteigerten Rentabilität mit einem Nettogewinn von 3,15 Milliarden US-Dollar (ein Anstieg von 135 % im Vergleich zum Vorjahr) sowie dem durch erhöhte Dividenden und laufende Aktienrückkäufe zum Ausdruck gebrachten Vertrauen des Managements ist das Unternehmen gut positioniert für weiteres Wachstum in einem anspruchsvollen globalen Stahlmarkt.